Huanza

Kunst im Tannheimer Tal: Die Kulturzeit Huanza

Im Tannheimer Tal wird wieder regionale Kultur gefeiert: Am Wochenende geht die Kulturzeit Huanza los. Zum 31. Mal veranstalten regionale Künstler dieses bunte Spektakel.

„Eure Ideen, die könnt ihr huanzn!“, mit diesen Worten einer Wirtin beginnt die Geschichte der Außerferner Kulturinitiative Huanza. Damit wollte sie eigentlich nur sagen, dass die Ideen des Kultur-Stammtischs nichts taugten. Aber die Mitglieder nahmen den Spruch wörtlich: „Huanza, oder hochdeutsch Heinzen, das sind eigentlich die Gestelle zum Trocknen von Heu, die im Außerfern weit verbreitet sind“, erklärt Veronika Kunz-Radolf, Obfrau von Huanza und des Galerievereins Reutte sowie künstlerische Leitung der Raiffeisen Galerie Augenblick im Auftrag der Gemeinde Tannheim. Und eben das machen die Mitwirkenden der Kulturzeit dieses Jahr zum 31. Mal: Sie verbreiten ihre Ideen und ihre Kunst im ganzen Außerfern.

Ein künstlerischer Almabtrieb

Das Motto der diesjährigen Kulturzeit Huanza heißt „Läuten“, denn die neue Kulturzeit soll eingeläutet werden. Die Eröffnung der Kulturzeit findet am 5. September in Tannheim mit einem Fest statt: Im Felixé Mina‘s Haus wird ein „künstlerischer Almabtrieb“ gefeiert. Viele verschiedene Kunstformen und Menschen, Einheimische wie Gäste, treffen dort aufeinander. Die Künstler singen, tanzen und lachen in die neue Kulturzeit. Für die Regie der Eröffnung ist der Kemptener Stefan Sauter mit seinem Team verantwortlich. In den nächsten Wochen gibt es dann viele verschiedene Angebote im ganzen Tannheimer Tal. Am 18. September liest zum Beispiel Liselotte Paulmichl aus ihrem Buch vor: „Ich bin Anna“ erzählt die Geschichte von Andreas Hofer, aber aus den Augen seiner Frau. Begleitet wird die Lesung von Szenen aus einem alten Stummfilm über den Tiroler Nationalhelden.

Die Kunst im Blut: Familie Aschenbrenner in der Galerie Augenblick

Und auch die Raiffeisengalerie Augenblick in Tannheim ist Teil der Kulturzeit 2020: Ab dem 11. September werden hier Werke einer regionalen Künstlerfamilie ausgestellt. „Rolf Aschenbrenner war ein bekannter Maler und Zeichner, seine Frau hat mit Textilien gearbeitet“, erzählt Obfrau Veronika Kunz-Radolf, „Auch ihre beiden Söhne sind Künstler. Aber was sie zur Ausstellung beitragen, weiß auch ich noch nicht.“ So bleibt es also spannend, was die 31. Kulturzeit bringt. Den Hygieneregeln entsprechend wird mit Plakaten zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert. Auf den Toiletten wird zusätzlich Reinigungs-Personal bereitgestellt, außerdem gibt es Handdesinfektionsmittel an allen Eingängen. Auf der Website informieren die Mitglieder über die geplanten Veranstaltungen und aktuelle Informationen.