Interreg

AB107 Leitproduktentwicklung Mountainbike Allgäu/Tirol

Die Projektbeteiligten und weitere Akteure in der Projektregion wollen eine konkrete Konzept- und Produktentwicklung im Bereich MTB umsetzen. Die Umsetzung beinhaltet: eine einheitliche Beschilderung und Routenmarkierung, die Erstellung von Online und Printkartenmaterialien, Marketing zur Kommunikation des Mountainbikenetzes.

Ein an Topographie, Natur und Naturschutz angepasstes Mountainbike Wegenetz Allgäu-Naturparke Tiroler Lechtal, Nagelfluhkette und Vilsalpsee kann das vorhandene Profil weiter schärfen, neue Zielgruppen an Radfahrern für das Projektgebiet interessieren und damit einen Beitrag zur Sicherung der Wertschöpfung aus dem Tourismus leisten. Im Fokus steht die Leitung der bisherigen Mountainbiker und Abbau zunehmender Konflikte zwischen Wanderern und Mountainbikern durch konkrete Besucherlenkungen. Des Weiteren soll das MTB Wegenetz die drei Höhenlagen der Projektregion berücksichtigen, die abgestufte Schwierigkeitsgrade bieten und somit geschlechterspezifische Unterschiede auszugleichen vermögen. Auch Familien mit Radanhänger sollen explizit Routenausweisungen den Weg weisen. Des Weiteren ist im Rahmen des Projektes die komplett einheitliche, grenzüberschreitende Wegebeschilderung inklusive Angaben zu Schwierigkeitsgraden geplant, die von allen Projektteilnehmer als wichtig und gut erachtet wird. Ein weiterer wichtiger Aspekt innerhalb des Projektes ist die gezielte Beschilderung und die damit einhergehende Bereinigung des bestehenden Schilderwaldes.

Projektträger: Allgäu GmbH

Projektpartner: TVB Tannheimer Tal

Förderprogramm: Interreg V Österreich-Deutschland/Bayern

Gesamtkosten: € 839.250

Fördersatz: € 75 %

 

AB82 Grenzgänger - hochalpiner Etappen-Wandersteig

Der Grenzgänger verbindet in sechs Etappen die Bergdörfer Hinterhornbach, Hinterstein (Bad Hindelang) und Schattwald unter Einbindung von Schutzhütten. Hier sollen Maßstäbe im Bereich Qualität für hochalpine Wanderungen gesetzt werden.

Kleine Bergdörfer wie die Lechtaler Seitentalgemeinde Hinterhornbach und Gemeinden abseits der touristischen Hot Spots (Bsp. Zöblen, Schattwald und auf deutscher Seite Hinterstein) haben teils seit Jahren mit Bevölkerungsrückgängen zu kämpfen. Auch wirtschaftlich/touristisch geraten sie zunehmend ins Abseits. Um nicht nur Arbeitsplätze, sondern vielmehr eine gesicherte Existenzgrundlage zu bieten und die Abwanderungen zu stoppen, braucht es hochwertige touristische Produkte und eine klare Positionierung basierend auf den vorhandenen Ressourcen. Das stärkste Alleinstellungsmerkmal dieser Bergdörfer ist ihre Portalfunktion für den hochalpinen Raum mit seinen Schutzhütten und alpinen Steigen. In Anlehnung an den Lechweg soll mit dem Grenzgänger ein solches buchbares und profilgebendes Produkt für alpines Bergwandern in den Allgäuer Alpen entstehen. Die Machbarkeit dieses Produkts wurde im Rahmen eines Kleinprojekts der Euregio Via Salina geprüft. Während der Lechweg für leichtes Weitwandern in den Alpen steht, richtet sich der Grenzgänger an bergerfahrene Mehrtageswanderer. Erstmalig für einen alpinen Steig wird eine Zertifizierung angestrebt. Zur Realisierung eines zertifizierbaren Steiges bedarf es allerdings umfassender qualitätsverbessernder Maßnahmen im alpinen Gelände und einer einheitlichen Beschilderung/Markierung. Ein einheitliches Erscheinungsbild, gemeinsame Kommunikation etc. machen aus dem Grenzgänger ein eigenständiges und international wahrnehmbares Produkt (vgl. Lechweg). Durch die Kooperation von Bad Hindelang, dem Lechtal und dem Tannheimer Tal sowie den beteiligten DAV-Sektionen wird ein intensiver Know-how-Transfer erreicht (Beschilderung, Produktmanagement etc.). Dass über eine solche Kooperation bzw. ein gemeinsames Produkt auch periphere Regionen einen sich langfristig selbst tragenden wirtschaftlichen Aufschwung erfahren können, hat der Lechweg eindrucksvoll bewiesen.

Projektträger: Bad Hindelang

Projektpartner: TVB Tannheimer Tal

Förderprogramm: Interreg V Österreich-Deutschland/Bayern

Gesamtkosten: € 1.547.200

Fördersatz: € 75 %

 

Optimierung Sport- und Freizeitinfrastruktur (Evs 51)

Das Kleinprojekt dient als Grundlage für eine langfristige grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Akteure im Bereich touristische Sport- und Freizeitinfrastruktur.

Die Marktgemeinde Bad Hindelang und das Tannheimer Tal bilden über die Grenze zwischen Allgäu und dem Tannheimer Hochtal auf Tiroler Seite hinweg einen grenzüberschreitenden Erlebnisraum, der als beliebtes Ferienzielgebiet und vielbesuchtes Naherholungsgebiet Sommer und Winter eine hohe Tourismusintensität aufweist. Nun gilt es vor dem Hintergrund teilweiser Überlastungs-erscheinungen an manchen Stellen der Wanderregion sowie einer steigenden Bedeutung nicht alpiner Wintersportaktivitäten und Winterwander- Aktivitäten mögliche Optimierungen bei der touristischen Sport- und Freizeitinfrastruktur zu prüfen und im Rahmen eines grenzüberschreitenden Infrastruktur-Entwicklungskonzepts konkrete (gemeinsame) Projekte zu identifizieren und auf den Weg zu bringen. Inhalt des Projekts ist demnach die Erarbeitung dieses Infrastruktur- Entwicklungskonzeptes mit den Akteuren vor Ort und mit Hilfe eines externen Dienstleisters. Mit dem gemeinsamen Konzept möchten sich Bad Hindelang und das Tannheimer Tal als grenzüberschreitender Erlebnisraum weiter profilieren und attraktivieren.

Leadpartner: Tourismusverband Tannheimer Tal

Projektpartner: Markt Bad Hindelang

Förderprogramm: Interreg Kleinprojekte

Projektkosten: € 25.000,--

Fördersatz: 75%

Das Projekt wurde am 14.12.2020 vom Regionalen Lenkungsausschuss mit einer Laufzeit von 15.12.2020 bis 30.06.2022 genehmigt.

 

Mobilitätskonzept Bad Hindelang - Tannheimer Tal - Pfronten (Evs 47)

Es soll die Grundlage für ein großes Interreg-Projekt in der Programmperiode 2021-2027 erarbeitet werden, sodass hier eine langfristige grenzüberschreitende Zusammenarbeit
wachsen kann.

Das Gebiet Bad Hindelang / Tannheimer Tal / Pfronten ist ein touristisch attraktiver und hoch frequentierter Verflechtungsraum, der unter einer sehr großen Verkehrsbelastung, insbesondere durch den motorisierten Individualverkehr (MIV), zu leiden hat. Ziel des Projektes ist es, die klimafreundliche Mobilität im Grenzraum Bad Hindelang - Tannheimer Tal - Pfronten deutlich zu verbessern und damit eine Reduktion des MIV zu erreichen. Die Grundlage hierfür bildet ein grenzüberschreitendes Mobilitätskonzept, das aufzeigt, was kurz-, mittel- und langfristig sowie lokal, regional und/oder überregional umgesetzt werden kann/muss. Der Fokus liegt auf der Ermittlung konkreter Bedienungsmöglichkeiten und deren Realisierbarkeit (Betreibermodelle, Kosten und Finanzierung, Umsetzung, etc). Die Umsetzung des Projekts soll durch einen externen Fachplaner erfolgen, der mittels Desk-Research, Beteiligungsworkshops und intensive Abstimmungen mit den regionalen Stakeholdern das grenzüberschreitende Mobilitätskonzept erstellt. Ebenfalls angestrebt ist ein enger Austausch mit dem Interreg-Projekt "AB266 Attraktivierung der Regionalbahnen".

Leadpartner: TVB Tannheimer Tal

Projektpartner: Markt Bad Hindelang, Gemeinde Pfronten

Förderprogramm: Interreg Kleinprojekte

Projektkosten: € 25.000,--

Fördersatz: 75%

Das Projekt wurde am 14.12.2020 vom Regionalen Lenkungsausschuss mit einer Laufzeit von 15.12.2020 bis 30.06.2022 genehmigt.