Rennradfahren

Wie geschaffen für Rennrad-Erlebnisse mit „Spaß an der Freud“

Radsport und Bergwelt – bei einer wachsenden Zahl von Kennern, Könnern und Genießern verbinden sich diese beiden Begriffe immer öfter mit zwei Worten: „Tannheimer Tal“.

Im Lauf der vergangenen zehn, zwölf Jahre hat sich das schönste Hochtal Europas zu einer geschätzten Adresse für alle jene Pedaleure entwickelt, die ihre Ausritte auf dem Zweirad durch die Alpen als anspruchsvollen Genuss betrachten – und nicht als Ausreizen ihrer Grenzen. Gerade jetzt, wenn die Sonne am höchsten steht und die Tage am längsten sind, ist Hochsaison fürs sportliche Radfahren in den Bergen. Wenn Sonnenstrahlen und warme Luft stärkend die Muskeln umspielen, während der Fahrtwind für die nötige Abkühlung „im Cockpit“ sorgt, dann ist die beste Zeit, um aufs Rennrad zu steigen.

Viele Rennrad-Freunde haben das Tannheimer Tal auf ihrer Liste der „Klassiker“ unter den alpinen Startorten, die immer wieder einen Besuch wert sind. Der jährliche RAD-MARATHON, an dem sich Spaßfahrer, Familien und ambitionierte Amateure im Tal einfinden, hat wesentlich zu diesem guten Ruf beigetragen – und wird das auch künftig tun, auch wenn durch Corona die diesjährige Auflage auf den 4. Juli 2021 verschoben werden musste. Sehr zum Bedauern der wahren Fans, die sich dafür umso mehr aufs nächste Jahr freuen und jetzt schon die Gelegenheit nutzen, das vertraute Terrain unter die Räder zu nehmen. Denn wer sich durch den Event einmal hat anlocken lassen, kommt nicht nur zum angekündigten Termin immer wieder. Die meisten beradelten Freunde des Tannheimer Tals nutzen die Gelegenheit auch zwischen den Marathon-Daten, um von hier aus die umliegenden alpinen Regionen zu erkunden: ins wellige Allgäu hinaus, ins flache Lechtal hinein mit seinen wunderbaren Seitentälern, hinüber nach Vorarlberg oder gar Richtung Bodensee oder die Alpenpässe nach Italien.

Vieles spielt hinein in das Rennrad-Erlebnis Tannheimer Tal. Da ist die spektakuläre Bergwelt, von der die Pedaleure ständig umgeben sind. Wobei „umgeben“ zu kurz greift: Jeder Tritt in die Pedale, jeder Atemzug, jeder Schweißtropfen verbindet die Radsportler immer fester und enger mit der Landschaft, durch die sie sich bewegen. Als wär’s ein Stück von ihnen. Weil sich die Länge der täglichen Touren gut dosieren lässt, kommen hier Menschen, Sport und Natur unkompliziert einander nahe und lassen Platz für Emotionen und Erlebnisse: Mal geht es ohne große Anstrengung hinüber ins Nachbartal und zurück; mal sucht man sich ein, zwei krachige Pässe, um die Muskeln spielen zu lassen; mal folgt man dem Lauf der Sonne bis zu einem Kaffeestopp oder Picknick an einem erfrischenden Bach oder See in der weiteren Umgebung.

Auf diesem Prinzip bauen auch die Rennrad-Wochen auf, zu denen das Tannheimer Tal regelmäßig zu Pfingsten und zum RAD-MARATHON einlädt. Mit ehemaligen Spitzen-Radsportlern wie Marcel Wüst und Gerrit Glomser als kundige Begleiter bringen Ausfahrten in der Region den Teilnehmenden nicht nur spannende Strecken nahe, sondern auch den einen oder anderen Tipp vom Profi.

Da sind auch noch die Aufenthalte unterwegs, zum Kraft und Energie tanken und sich Umschauen. Da sind die Ankünfte an Etappenzielen und die abendliche Rückkehr zum Startpunkt, die zu Meilensteinen in der persönlichen Bilanz werden. Da ist aber vor allem eins: Dass keiner auf seinem Weg allein unterwegs ist, sondern begleitet von anderen Radsport-Freunden. Menschen, die sich gestern noch nicht kannten und die heute im buchstäblichen Sinn „erfahren“, wie sich Team und Freundschaft unterwegs anfühlt. Wer die Atmosphäre einer gemeinsamen Ausfahrt einmal erlebt hat, bringt unvergessliche Erinnerungen mit nach Hause – auf immer verknüpft mit Rennradsport im Tannheimer Tal.