Lache

Unsere Seen Teil 3: Die Lache im Tannheimer Tal

In unserer Seen-Serie haben wir bereits die ersten beiden unserer insgesamt sechs schönen Bergseen präsentiert: Vilsalpsee und Traualpsee. Zusammen mit dem dritten im Bunde bilden sie die beliebte Drei-Seen-Tour. Deshalb stellen wir heute die Lache im Tannheimer Tal vor.

Ein Bergsee hat immer etwas Magisches. Es ist die Kombination aus kristallklarem Wasser, umgeben vom Grün der Natur und den schroffen Felsen der umliegenden Berge: Sie lässt den Betrachter ins Träumen geraten und die Zeit vergessen.

Dieses Erlebnis in geballter Form bekommen Wanderer im etwa 16 Quadratkilometer großen Naturschutzgebiet Vilsalpsee: Den gleichnamigen See haben wir bereits in Teil 1 unserer Seen-Serie vorgestellt. Wer weiterklickt zu Teil 2, der findet die Infos zum nur wenige Kilometer entfernten Traualpsee. Aber wie heißt es so schön: Aller guten Dinge sind drei. Deshalb stellen wir heute die Lache vor, die damit gleichzeitig die landschaftlich eindrucksvolle Drei-Seen-Tour vervollständigt.

Die Lache: klein, aber oho

Die Lache ist der kleinste der drei Seen. Das verrät in gewisser Hinsicht bereits der Name: Lache bedeutet im Hochdeutschen nichts anderes als „Pfütze“. Ganz so klein ist sie dann aber doch wieder nicht, immerhin gibt sie sogar einem benachbarten Berg ihren Namen: Nämlich der Lachenspitze, deren massive Felswand an das Ufer des Sees grenzt. An schönen Tagen kann man das Spiegelbild des 2.126 Meter hohen Gipfels auf der klaren Wasseroberfläche des Bergsees beobachten. Nicht selten bleiben daran die Wolken hängen, was ein besonders schönes Naturschauspiel ergibt. Die „Pfütze“ sollte also auf keinen Fall unterschätzt werden und ist immer einen Ausflug wert.

Wandern zur Lache im Tannheimer Tal

Viele Wanderrouten führen an dem Bergsee vorbei. Die Bekannteste ist aber wohl die mittelschwere Drei-Seen-Runde. Man kann sie von beiden Seiten beginnen: Entweder am Vilsalpsee, dem größten der drei Seen. Oder aber in Tannheim, von wo man mit der 8er-Gondelbahn zum Neunerköpfle auffährt. Der Unterschied ist, dass sie von dieser Richtung aus nur etwa 420 Meter bergauf und dafür 1.100 Meter bergab führt.

Von der Bergstation geht es los über den Gipfel des Neunerköpfle mit Blick auf die Allgäuer Alpen, ins Flachland und in Richtung Zugspitze, bis hin zur Schochenspitze. Von deren Gipfel aus erhaschen Wanderer bereits einen wahnsinns Ausblick auf den blau-grünen Traualpsee, den Vilsalpsee und die Landsberger Hütte. Nach der Einkehr mit leckeren Schmankerln ist das erste Ziel erreicht: die Lache. Von ihr aus führt der Weg hinab zum Traualpsee und weiter talwärts bis zum Vilsalpsee. Dort geht entweder zu Fuß oder bequem mit dem Bus zurück zum Ausgangspunkt.

Die Drei-Seen-Tour sollte in den Sommermonaten begangen werden, also von Mai bis Oktober. Außerhalb dieser Zeit muss an manchen Stellen mit Schneefeldern gerechnet werden, die in den meist kalten Nächsten gefrieren. Für die gesamte Tour mit ihren 15 Kilometern brauchen konditionierte Bergwanderer etwa fünf Stunden.

Klettern mit Blick auf die Lache

Wer sich nun sagt „Wandern ist mir nicht genug!“, der wird rund um die Lache übrigens ebenfalls fündig. Denn der Einstieg zum Klettersteig Lachenspitze ist von der Landsberger Hütte über ein Geröllfeld in nur etwa 20 Minuten erreichbar. Er erfordert mit einer Schwierigkeitsstufe von C/D und einer etwa zweistündigen Kletterzeit allerdings mehrere Dinge: Neben der obligatorischen Klettersteigausrüstung sind eine gute Kondition, Kraft und Erfahrung unabdingbar! Die Anstrengungen werden durch den tollen Ausblick auf die umliegende Bergwelt und die Seen aber auf jeden Fall belohnt.

Bilder: Wolfgang Ehn, Markus Wagner