Bärlauch

Rezepte aus dem Tannheimer Tal: Frühlingsgenuss Bärlauch

Hier im Tannheimer Tal sind wir stolz auf die vielfältige Pflanzenwelt in der Region. Neben hübschen und seltenen Blumen gedeihen bei uns auch zahlreiche Wildkräuter. Im Moment sprießt der Bärlauch in seinen schattigen Verstecken.

Mit den ersten Sonnenstrahlen im Jahr werden auch die Wild- und Heilkräuter wieder lebendig. Wer durch unser schönes Tannheimer Tal wandert, hat es bestimmt auch schon geschnuppert: Die Rede ist vom Bärlauch, oder Allinum ursinum, wie ihn Pflanzenkundige nennen, der einen aromatischen Knoblauchduft verströmt. Und der gesunde Frühlingsgenuss riecht nicht nur so, er schmeckt auch nach Knoblauch und eignet sich bestens für ein aromatisches Pesto (für das Rezept bitte hier klicken). Ein weiteres Rezept mit Wildkräutern aus dem Tannheimer Tal findet ihr übrigens hier.

Bärlauch: Anbau im eigenen Garten

Der Bärlauch wird meist ab Ende März geerntet und ist dann bis Anfang Juni erhältlich. Inzwischen gibt es das Wildkraut in normalen Einkaufsläden und auf dem Markt zu kaufen. Alternativ kann man die aromatischen Blätter aber auch im eigenen Garten ziehen. Dazu darf der Boden jedoch nicht zu schwer sein. Außerdem bevorzugt die Pflanze Tiefenfeuchte im halb- bis vollschattigen Bereich. Besonders wohl fühlt sich das weißblühende Kraut deswegen unter Bäumen, Sträuchern und Hecken. An diesen schattigen Plätzen kann der Bärlauch auch in der Natur gefunden werden.

Achtung, Verwechslungsgefahr: Maiglöckchen, Herbstzeitlose oder Bärlauch?

Aber Achtung: Nicht alles was wie Bärlauch aussieht, ist auch Bärlauch. Wer sich nicht auskennt, läuft Gefahr, die essbaren Blätter mit den giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen zu verwechseln. Der offensichtlichste Beweis für Bärlauch ist der intensive Geruch nach Knoblauch. Keine der ähnlichen giftigen Blumen verströmt diesen Geruch aus allen Pflanzenteilen. Einen weiteren Hinweis auf die Identität der Pflanze geben die Blätter: Beim Bärlauch sind diese lindgrün und lang gestielt. Sie wachsen zwar dicht aneinander, dennoch steht jedes Blatt einzeln. Maiglöckchen und Herbstzeitlose haben stattdessen mehrere Blätter an einem Stängel. Außerdem haben die Blätter des Bärlauchs eine deutliche Rippe auf der Blattrückseite. Diese fehlt der Herbstzeitlosen ganz. Einige Ammenmärchen sagen dem Bärlauch nach der Blüte übrigens giftige Inhaltsstoffe nach. Tatsächlich ist es aber so, dass der Knoblauch-Geschmack ab der Blüte immer intensiver wird – bis er schließlich nicht mehr gut schmeckt. Giftig ist er also auch dann nicht, geschmacklich aber wirklich nicht mehr zu empfehlen.

Spurensuche im Tannheimer Tal: Wie kommt der Bär in den Lauch?

Woher der Name der gesunden Blätter stammt, weiß keiner so recht. Eine Theorie besagt, dass Bären nach ihrem langen Winterschlaf große Mengen davon fraßen. Das sollte den Stoffwechsel nach der langen Ruhezeit wieder in Gang bringen. Alternativ könnte der Name auch auf die Germanen zurückgehen. Sie verzehrten nämlich gerne Bärenschinken, gewürzt mit Bärlauch.

Eine Heilpflanze mit langer Tradition

Der Bärlauch wird also schon so lange verwendet, dass keiner mehr so recht weiß woher sein Name stammt. 1992 zeichnete der „Verein zum Schutz und zur Erforschung europäischer Heilpflanzen“ den Bärlauch sogar zur Heilpflanze des Jahres aus. Alle Eigenschaften des gepriesenen Knoblauchs überbietet die heimische Pflanze nämlich um ein Vielfaches. Inzwischen hat er auch die moderne Küche wieder erobert: Wie wäre es denn mal mit deftigen Bärlauchknödeln?

Rezept Bärlauchpesto

Rezept Bärlauchknödel

Selbstgemachtes Bärlauchpesto

Das Rezept zum Nachkochen finden Sie hier.

Selbstgemachte Bärlauchknödel

Das Rezept zum Nachkochen finden Sie hier.