Klettersteige im Tannheimer Tal

Klettersteige im Tannheimer Tal: Wandern und Klettern als Kombi

Mehr Anspruch und atemberaubende Gipfelerlebnisse, die für den „normalen“ Wanderer nicht zu erreichen sind, ohne Profi-Kletterer zu sein? Genau das ermöglichen Klettersteige. Im Tannheimer Tal gibt es verschiedene Klettersteige für Einsteiger und Fortgeschrittene, die weit über die Grenzen Tirols hinaus bekannt sind.

Wandern, kraxeln, balancieren – und immer wieder das Stahlseil zum Einhaken vor Augen. Klettersteige sind herausfordernd und dennoch für Einsteiger und sogar Familien machbar. Der Mix aus Klettern und Wandern wird auch im Tannheimer Tal immer beliebter – und das zurecht.

Klettersteige im Tannheimer Tal als Einstieg in die spannende Welt der Felsen

Wer im Tannheimer Tal hoch hinaus will, der wird früher oder später mit Klettersteigen konfrontiert werden. Als Kompromiss zwischen Wandern und dem alpinem Klettern im Tannheimer Tal können sich Bergliebhaber ohne allzu große Vorkenntnisse in die Felswände wagen. Immer gut gesichert mit einem Klettersteigset wandert und klettert man dabei entlang eines Stahlseils den Berg nach oben. Neben dem Klettersteigset gehören auch ein Helm und bestenfalls Handschuhe zur Ausrüstung für die Klettersteige im Tannheimer Tal.

Klettersteige sind vielen Menschen auch unter dem italienischen Namen „Via Ferrata“ bekannt. Die deutsche Übersetzung „Eisenweg“ lässt also Rückschlüsse zu auf die Stahlseile, Eisenleitern oder Eisenstifte, mit denen der Kletterweg im Vergleich zum alpinen Klettern vereinfacht wird.

Vom Anfänger bis zum Profi – wie überall haben auch die Klettersteige im Tannheimer Tal verschiedene Schwierigkeitsgrade. Je nach verwendeter Skala reichen diese von A bis F oder von K1 bis K6 – von ganz leicht bis sehr schwer. Übrigens ist ein Klettersteig immer eine „Einbahnstraße“. Das heißt, es gibt einen Zustieg sowie einen Ausstieg und auf dem Weg darf man nicht einfach umkehren. Über die Einhaltung dieses Grundsatzes freut sich auch die Bergrettung im Tannheimer Tal.

Die Tannheimer Berge erwarten ihre Gäste mit vielseitigen Möglichkeiten

Die Klettersteige im Tannheimer Tal versprechen echte Kletterfreuden in den Kalkfelswänden der Tannheimer Berge. Wer (noch) keine Ausrüstung hat, kann sich Klettersteigset und Co. zum Beispiel bei den Tannheim Guides auszuleihen.

Jetzt aber ab in den Fels: Klettersteig-Neulingen können wir den Friedberger Klettersteig zwischen Rote Flüh und Läuferspitze wärmstens empfehlen. Er ist leicht zu begehen und dank der Bergbahn am Füssener Jöchle auch ohne langen Zu- und Abstieg machbar. Das grandiose Panorama über das Tannheimer Tal und die anschließende Einkehr im Gimpelhaus sind definitiv ein großes Plus dieses Klettersteigs.

Etwas mehr Kraft und Kondition erfordert dagegen der Klettersteig Lachenspitze. Im mittleren Schwierigkeitsgrad C/D angesiedelt sind sicheres Stehen und absolute Schwindelfreiheit Voraussetzungen, um diesen Klettersteig im Tannheimer Tal genießen zu können. Der traumhafte Ausblick auf die drei Seen Vilsalpsee, Traualpsee und Lache entschädigt für den anstrengenden Aufstieg und nach dem Abstieg zurück zur Landsberger Hütte kann man sich bei ebenjener auch wieder stärken.

Für geübte Alpinisten ist der Klettersteig Südsporn auf die Köllenspitze das Tüpfelchen auf dem i. Wer den höchsten Gipfel der Tannheimer Gruppe auf dem Klettersteig erklimmen möchte, der sollte ein hohes Maß an Kraft, Kondition und Können mitbringen. Der Mix aus längerem Zustieg, schwerem Sportklettersteig und alpinem heiklen Abstieg ergeben für geübte Klettersteiggeher allerdings den puren Genuss. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene – wer sich bei seinem nächsten Urlaub im Tannheimer Tal auf den Klettersteig wagt, findet hier beste Bedingungen.

Bilder: Wolfgang Ehn