Begleitet von zünftiger Musik stolzieren sie mit lautem Glockengebimmel unter den bewundernden Blicken zahlreicher Einheimischer und Gäste hinein in einen heimeligen Winter fern jeglichen Rampenlichts.

Nur wenn alle Tiere einer Alm vollzählig und gesund aus dem Almsommer wieder kommen, werden sie für
ihre Rückkehr ins Tal geschmückt: Kränze aus Tannengrün, bunten Bändern, Glocken, Spiegeln und
Alpenblumen zieren dann die Kühe. Je nach Anzahl der Tiere, die von einem Älpler den Sommer über
betreut wurden, dauert das liebevolle Verschönern bis zu fünf Stunden.
Der Almabtrieb in
Tannheim zählt zu den prächtigsten in der ganzen Region. Rund 700 Kühe und Jungtiere kehren am
Dienstag, 21. September von den sechs Tannheimer Alpen in den Tiroler Ort zurück, begleitet von
zünftiger Musik und den bewundernden Blicken der Einheimischen und Gäste. Die Ehre gebührt den
Tieren allemal: Auf ihrem dreitägigen Abstieg überwinden sie bis zu 1.000 Höhenmeter – und sind
dabei hochkonzentriert, um sich nicht zu verletzen.
Um 20 Uhr werden die Älpler festlich geehrt,
bevor das Ende des Almsommers mit Tanz bis in den Morgen gefeiert wird.
Wer am Dienstag, 21.
September keine Zeit hat, sich das bunte Treiben anzusehen, sollte sich Samstag, 11. und 18.
September sowie Sonntag, 19. September vormerken. Denn dann finden, nicht weniger spektakulär, die
Almabtriebe in Jungholz, Schattwald, Haldensee sowie Nesselwängle statt.